Cider – Großbritanniens köstlicher Klassiker

Cider ist ein alkoholisches Getränk, das in keinem britischen Pub fehlen darf. Der köstliche englische Apfelwein ist im Gegensatz zum französischen Cidre herber und darf länger reifen. Im Gegensatz zu hessischem Apfelwein, oder Ebbelwoi, ist er aromatischer und fruchtiger.
Neben den Briten mögen aber auch die Iren, Neuseeländer und Australier den erfrischenden Apfelschaumwein im englischen Stil.
Auf dieser Seite, die wir unseren Lieblingssorten des Ciders in unserem Sortiment widmen, können Sie mehr über den Herstellungsprozess, die unterschiedlichen Sorten und Geschmäcker herausfinden. Sie soll als Inspiration für gestandene Ciderliebhaber und Kaufhilfe für diejenigen dienen, die unseren Cider erst noch entdecken. Gerade für die Entdecker haben wir verschiedene Cider Sets (Link) zusammengestellt, die Ihnen am Anfang einen guten Überblick über die Welt des Ciders geben.
In UK und Irland wird der Cider entweder in Pint-Flaschen oder Dosen zum Kauf angeboten oder in den Pubs direkt aus dem Fass gezapft. Manchmal hört man den Ausdruck „Cider Beer“ – aber eigentlich hat Cider nicht viel mit Bier zu tun. Bier wird aus Wasser, Hopfen, Hefe und Getreidemalz gebraut. Cider hat im Normalfall nur eine Hauptzutat – den Apfel.

Was ist Cider?

Der klassische britische Cider wird aus Apfelsaft hergestellt. Zunächst werden die Äpfel ausgepresst. Das Fruchtfleisch, das dabei übrigbleibt, wird im Normalfall als Viehfutter verwendet, kompostiert oder zur Herstellung von Likören verwendet. Im nächsten Schritt in der Herstellung wird der Saft fermentiert. Ähnlich wie bei der Herstellung von Wein aus Trauben fermentiert der im Apfelsaft enthaltene Zucker zu Alkohol. Dabei werden im Normalfall beim britischen und irischen Cider keine Hefen zugesetzt, sondern die natürlich vorkommenden Hefen verwendet. Je nach Region sind sie in der Umgebung heimischen Hefen etwas unterschiedlich, was Einfluss auf den individuellen Geschmack haben kann. Daher ist der Herstellungsort nicht ganz unerheblich für die Qualität des Ciders.
Da bei der Fermentation Zucker zu Alkohol umgesetzt wird, steigt der Alkoholgehalt mit der Gärzeit, gleichzeitig sinkt aber der Zuckergehalt und der Cider wird trockener. Manchen Cidern wird daher im Fermentationsprozess Zucker zugesetzt, um einen höheren Alkoholgehalt zu erreichen. Dies ist aber nur bei den Sorten notwendig die sich im oberen Teil des Alkoholprozent-Spektrums befinden, bei den anderen Cidern ist von Natur aus genug Zucker im Apfelsaft enthalten.
Je nach Apfelsorte, die als Grundlage für den Saft dient, schmeckt der Cider herber, süßer oder fruchtiger und erhält so eine helle- oder dunkelgelbe oder sogar rosafarbene Nuance. Neben dem klassischen Apfelcider gibt es aber auch Cider aus Birnensaft oder Fruchtcider, bei dem Apfelcider Saft aus verschiedenen Beeren zugesetzt wird.
Großer Beliebtheit erfreuen sich in jüngster Zeit auch Cider mit anderen Fruchtsäften und Aromen. Ob Limette, Kiwi, Kokos, Granatapfel, Erdbeere, Rhabarber, Custard, Toffee-Geschmack oder sogar Veilchenaroma (hier jeweils die Links zu den Cidern, die diese Zutat haben) - alles was schmeckt, ist erlaubt. Probieren Sie es selbst!

Wie unterscheiden sich Cider und Cidre?

Viele kennen neben dem britischen Cider auch den französischen Cidre. So ähnlich die Namen dieser beiden Getränke klingen, es gibt einige Unterschiede bei Geschmack, Alkoholgehalt und Herstellung.
Im Grunde sind Cider und Cidre fermentierter Apfelsaft, also Apfelschaumweine. Aber beim französischen Cidre schäumt es etwas mehr. Dank der Zugabe von frischem Süßmost während der Gärung wird dieser oft ein zweites Mal fermentiert und erhält so mehr Kohlensäure. Da aber der Gärprozess etwas früher unterbrochen wird, ist er üblicherweise alkoholarm und etwas süßer.
Typischerweise enthält britischer und irischer Cider zwischen 3,5 und 8,5 vol% Alkohol, französischer Cidre eher 2 bis 5 vol% und er wird meistens in verkorkten Wein- oder Sektflaschen abgefüllt und angeboten.
Und noch einen letzten Unterschied gibt es: In England und Irland trinkt man Cider gerne auf Eis, was in Frankreich eher unüblich ist.
Von süß bis herb, von fruchtig bis kräftig, von klassisch bis modern – in unserem Cider-Sortiment ist für jeden was dabei.